Vier Tage Baby-Alarm …

In der vorletzten Schulwoche erlebten 21 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 und 9 was es bedeutet, als Teenager Verantwortung für einen Säugling übernehmen zu müssen. Vier Tage lang haben sie sich um einen Baby-Simulator gekümmert, der sich verhält wie ein echtes Baby, das schreit, trinken oder gewickelt werden will – und das rund um die Uhr.
Im Voraus wurden von Bekannten oder Verwandten Kinderwägen, Maxi-Cosis und Babykleidung ausgeliehen. Dann trafen sich die Schülerinnen und Schülern allen Vormittagen in der Schulbibliothek und berichteten über ihre Erfahrungen, tauschten sich darüber aus, was Elternsein bedeutet, und wie ein Baby das Leben, die Beziehung und die finanzielle Lage verändern kann. Nachmittags und nachts waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf sich alleine gestellt.

Den Jugendlichen wurde aufgezeigt, dass es nicht nur „goldig“ ist , Nachwuchs zu bekommen. So setzten sich die Schülerinnen und Schüler des freiwilligen Projekts mit der eigenen Lebensplanung auseinander. Am letzten Projekttag war die Stimmung angespannt, als alle wieder in der Runde zusammen saßen. Drei Nächte mit Schlafentzug haben deutliche Spuren hinterlassen.

Das Projekt „Baby-Bedenkzeit“ wurde im Rahmen von Sozialarbeit an Schule angeboten und vom Diakonischen Werk Grünberg durchgeführt.