Sprachliche Exkursion mit kultureller Veranschaulichung …

Die Klasse G9a posiert, am Rande der menschenmöglichen Aufregung, vor dem „English Theatre“.

Im Rahmen des Englischunterrichts bei Frau Becker (Wern) besuchte die Klasse G9a am 18.06.2018 das „English Theatre“ in Frankfurt am Main.
Voller Vorfreude starteten die Schülerinnen und Schüler am Gießener Bahnhof, um mit dem RB41 nach Frankfurt zu fahren. Zur Feier des Tages zeigte sich die Deutsche Bahn mal wieder von ihrer besten Seite und fuhr mit nur sieben Minuten Verspätung in den Bahnhof ein. Während der Zugfahrt beschäftigten sich die meisten Schüler mit Gesellschaftsspielen, altertümlichen Handkonsolen, verbaler Kommunikation, analogen Schriftstücken oder ihren mobilen Endgeräten. Aufgrund der verspäteten Ankunft entschloss sich Frau Becker (Wern) auf Initiative der Lerngruppe kurzerhand, die Reise zum Theater mit unterirdischem Personenverkehrverkehr fortzusetzen.
Dann folgte das Highlight dieser Exkursion. Vor dem Theater traf die Klasse auf den (noch) amtierenden stellvertretenden Leiter des Instituts für örtliche Bildung und Erziehung des Landkreises Gießen in Lich, Wolf-Dieter Lischke. Nachdem alle zu ihren vorgesehenen Plätzen geleitet worden waren, konnte das Theaterstück „The Canterville Ghost“ unter großem Beifall der bereits anwesenden neugierigen Schülerschaft beginnen. Es war sehr schön.
Während eines faszinierenden Tanzes verletzte sich eine Schauspielerin durch falsches Auftreten und unglückliches Landen und setzte damit dem Stück ein abruptes Ende. Die zuschauende Menschenmasse strömte aus dem Saal und ergoss sich auf die Frankfurter Gallusanlage. Nach dem Tätigen einiger digitaler Lichtbildnisse (siehe unten) bahnte sich die Klasse ihren Weg über die Neue Mainzer Straße mitten durch die imposanten, zum Himmel aufstrebenden Betonkonstrukte der Frankfurter Skyline zur populären Hauptwache. Hier teilten sich die Schüler, um in Kleingruppen in den Großstadtdschungel der nach Profit gierenden kapitalistischen Wirtschaftsmärkte vorzustoßen. Außerdem bestand die Möglichkeit, historische Relikte als Zeugnisse glorreicher Zeiten zu bestaunen.
Da natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen durfte, lag es nahe, essbare Konsumgüter von ortsansässigen Fleischverarbeitungsbetrieben sowie internationaler Schnellrestaurantketten zu erwerben.

Nach der Fahrt mit der Schnellbahn Rhein-Main zum zentralen Bahnhofknotenpunkt Frankfurts, traten die Heranwachsenden mit ihrer Lehrkraft schweren Herzens die Heimreise an.Bedauerlicherweise mussten beim Halt am Bahnhof Butzbach einige Mitglieder der Lerngruppe die Regionalbahn verlassen, damit sie die Rückfahrt in die traute Heimat mit motorisierten Großraumpersonenfahrzeugen fortsetzen konnten.
Alle sind sich nun einig, dass dieser Tag eindeutig zur Aufhellung des tristen Schulalltags beitrug und hoffen auf eine baldige Wiederholung.

Geschrieben von:
Lennart Wehrum, Sophie Schindler, Lisa Finke, Johannes Willner