Lernen von der Natur…

Gießener Allgemeine vom 27.06.2019

Der Zoologe und Medizinnobelpreisträger Konrad Lorenz soll einmal gesagt haben: „Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur, was man liebt.“ Das ist der Leitsatz für die Waldjugendspiele, die auch in diesem Jahr wieder im Landkreis Gießen angeboten wurden. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Umweltbildung im Forstamt Wettenberg.

Mitgemacht haben die Sechstklässler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) aus Lich. Auf die knapp 60 Kinder warteten an sechs Stationen rund um den Pflanzengarten im Licher Stadtwald verschiedene interaktive Spiele und Aufgaben. Themen dieser Stationen waren unter anderem das Leben am Teich, an dem es Frösche, Kaulquappen und Libellen zu entdecken gab, oder die Frage „Wie wird aus der Buchecker ein Bett?“ Außerdem konnten die Kinder an einer Station einen Waldgeist aus Naturmaterialien bauen.

Schul- und Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl besuchte die Waldjugendspiele im Licher Stadtwald. Über mehrere Tage hatte der Forstbetrieb des Stadtwaldes die Spiele vorbereitet. Sechs Förster waren im Einsatz.
Revierförster Ulrich Gessner begleitete die Waldjugendspiele und präsentierte Schmahl, DBS-Schulleiter Peter Blasini sowie dem Leiter des Fachdienstes Naturschutz des Landkreises Stephan Stein eine der Stationen. Das Projekt soll Kindern Wissen zum Ökosystem Wald und der Bedeutung des Naturschutzes vermitteln. Die Wissensfragen und sportlichen Lernspiele fördern die Beobachtungsgabe, den Spürsinn sowie das Geschick der Kinder und sollen dem Verlust von Naturwissen entgegensteuern.

Die Schul- und Naturschutzdezernentin war begeistert, wie viel Engagement die Beteiligten in die Veranstaltung gesteckt haben: „Ich bin froh, dass sich das Forstamt gemeinsam mit engagierten Lehrkräften und der Unteren Naturschutzbehörde für dieses tolle Angebot starkmacht. Für die Jugendlichen bedeuten die Waldjugendspiele eine ideale Mischung aus Naturerlebnis, spannenden Spielen und Lernen.“
Auch Schulleiter Blasini ist von der Aktion überzeugt. Er will im nächsten Jahr die Waldjugendspiele auch für die sechsten Klassen des Gymnasialzweiges der DBS anbieten. Bisher konnten an der DBS lediglich die Klassen der Förderstufe teilnehmen.