Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Lich startet mit Rathaus-Besuchen …

Dass Kommunalpolitik sich nicht nur mit Hebesätzen und Abwasserverordnungen beschäftigt, wurde in den letzten Wochen und Monaten in Lich deutlich. In den Familien wurde vermutlich so viel über politische Entscheidungen und Entscheider gesprochen wie schon lange nicht mehr. Wie funktioniert aber Kommunalpolitik?

Einen genaueren Blick hinter die Rathaus-Mauern konnten nun die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 der Dietrich-Bonhoeffer-Schule im Rahmen des PoWi-Unterrichts mit ihren Fachlehrern Herrn Hildebrand, Frau Gruß und Herrn Tekin werfen. Im Dezember hatte man zusammen mit Frau Stark vom Fachbereich I (Verwaltungs- und Bürgerservice) eruiert, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Schule aussehen könnte. Es wurden viele Ideen gesammelt, deren Umsetzung dann sofort mit Unterrichtsgängen begonnen wurde.

Während die erste Besuchsklasse eine Führung von Frau Stark durch Bürgerbüro, Standesamt und Stadtverwaltung erhielt, sich dann mit alltagsnahen Themen der Mitarbeiter des Ordnungsamtes und den Berufsbildungsmöglichkeiten im Rathaus beschäftigte, hatte eine weitere Klasse eine „Mängelliste“ erarbeitet, die dann zusammen mit dem Umweltbeauftragten Herrn Linke und dem Fachbereichsleiter, Herrn Arnold, erörtert wurde. Dabei wurde klar, dass es nicht immer ganz einfach ist, schnelle Lösungen zu finden, es aber hilfreich ist, wenn man weiß, ob z.B. der Landkreis oder die Stadt Lich zuständig sind. Die beiden Klassen H7 hatten jede Menge Fragen an den neuen Bürgermeister, die dieser ausgiebig zusammen mit Herrn Arnold beantwortete. Insbesondere zur Nutzung der Skaterbahn im Bürgerpark gab es Nachfragen, aber auch gute Lösungsvorschläge, die Julien Neubert versprach, mit in die Sitzungen des Bürgerpark-Vereins mitzunehmen. Für die Schülerinnen und Schüler, die die im Sitzungssaal auf den Plätzen der Lokalpolitiker gesessen und selbst Ideen für die eigene Kommune entwickelt haben, ist die „Stadtverordnetenversammlung“ nun kein sperriger Begriff mehr aus dem Lehrbuch. Die R7 schließlich hatte die Gelegenheit mit Hilfspolizist Herrn Woida die Ausrüstung der Stadtpolizei und den Beruf zu besprechen und auch den Diensthund „kennenzulernen“.

Spätestens zur nächsten Kommunalwahl 2021 soll es weitere Kooperationsprojekte zwischen Stadtverwaltung und PoWi-Lehrern für einen handlungsorientierten und lebensnahen Unterricht geben.