Fünftklässler bekommen Besuch von ihrem Paten …

„Macht was aus euch, auch wenn ihr mal auf etwas verzichten müsst!“ oder „Geh mal mit zu deinen Freunden nach Hause und lern türkische, polnische oder chinesische Gerichte kennen!“: Richard Adjei präsentierte sich den Fünftklässlern der DBS wie ein großer Bruder oder Pate. In zweiter Funktion war er jetzt wieder an der DBS und unterstützte das Team von „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“.

Andrijana Atanasoska, Isabell Espanion, Kathrin Glade, Karin Gruß, Margarita Melnikow, Daniel Schmidt und Frederik Zinn koordinieren an verschiedenen Stellen in der Schule Projekte und Workshops. Die Informationsveranstaltung für die jüngsten Schülerinnen und Schüler der DBS wird jedoch vom Schulpaten Richard Adjei gestaltet.

Auch dieses Jahr schaffte er es wieder in kürzester Zeit die Mädchen und Jungs für sich einzunehmen, indem er einfach aus seinem wortwörtlich bewegten Leben erzählte. Es gibt wohl kaum eine Sportart, die er nicht ausprobiert hat. Richtig erfolgreich wurde er jedoch als Footballer. Ironie der Geschichte: Für die us-amerikanische NfL sah er nicht „deutsch“ genug aus, so dass er sich nach einer anderen Sportart umsehen musste. Da er schnell und stark war, kam er zum Bobsport. Hier schaffte er es sogar zum Weltmeistertitel und zu olympischem Silber vor genau zehn Jahren in Vancouver. Lennie aus dem Jahrgang 5 war beeindruckt, was man mit Sport erreichen kann.

Adjei kam bei seinem Besuch ziemlich cool und uneitel bei den Schülerinnen und Schülern rüber. Wladln nahm von ihm mit, dass man alle Menschen gleich behandeln solle, egal aus welchem Land sie stammen. Mika und Milan hoffen, dass Kinder sich nicht gegenseitig mobben, da man sich nur gegenseitig traurig mache. Und Benedikt meinte, dass Rassismus niemanden weiterbringe, man müsse sich zuerst die Person angucken und das was sie macht.

Erst am Ende der Veranstaltung zeigte Adjei schließlich seine Olympiamedaille, Autogrammkarten hatte er gar nicht dabei. Er gab den Fünftklässler*innen jedoch so einige Tipps mit auf den Weg, die er selbst verkörpert und ausstrahlt: Ehrgeiz, Lust und Spaß am Leben und vor allem Interesse an und Respekt vor den Mitmenschen. Eine ziemlich gute Kombination für einen großen Bruder.