Platz drei und vier bei den Hessenmeisterschaften in Frankfurt …

Beim diesjährigen Landesentscheid im Hallenhandball nahm die DBS zum zweiten Mal sowohl mit einer Jungen- als auch einer Mädchenmannschaft teil Eine dritte Mannschaft wird ihr Hessenturnier leider wegen der Corona-Krise nicht mehr spielen können. Am Ende sprangen dabei ein dritter Platz bei den Mädchen raus, die in einem spannenden Turnier nur knapp am Titel vorbeischrammten, wohingegen die Jungen chancenlos waren und mit Platz vier in Hessen sehr zufrieden sein dürfen.

Nachdem die Veranstalter schon im Vorhinein die zentralen Feierlichkeiten in der Fraport-Arena abgesagt hatten, ging es mit gemischten Gefühlen nach Frankfurt, wusste man doch aus den Spielen der Hallenrunden, wie stark die Gegner sein würden. So mussten unsere Jungs der Jahrgänge 2005-2007 im ersten Halbfinale gegen den späteren Hessenmeister von der Gesamtschule Melsungen antreten, der mit zahlreichen Spielern des Oberliga-Meisters aus Nordhessen gespickt ist, die den Nachwuchskadern der Bundesliga-Mannschaft angehören. Die körperlich weit überlegenen Melsunger ließen auch von Anfang an keine zweite Meinung zu, mit 16:3 wurden unsere Jungs in der ersten Hälfte vom Parkett gefegt. Das war aber für unsere Mannschaft kein Problem, denn hier spielten Kinder und Jugendliche aus Lich gegen eine körperliche Übermacht in Größe und Gewicht. In der zweiten Hälfte ließ Melsungen es etwas langsamer angehen und Jonathan Will, Pius Spall und Phil Schwing zeigten einige schöne Treffer. Mr. Doppelparade Luis Wehrum im Tor bekam nun auch einige Bälle zu fassen und Justus Freitag überwand den überraschten Torwart bei einem 7m-Strafwurf mit einem listigen Heber, sodass am Ende eine auch in dieser Höhe absolut verdiente 14:28-Niederlage zu Buche stand.

Im Spiel um Platz drei gegen das Max-Planck-Gymnasium aus Groß-Umstadt kamen die Licher Jungs nun etwas besser ins Tempospiel und die auch hier vorhandene körperliche Unterlegengenheit war nicht ganz so eklatant. Bis zum 8:6 konnte sogar eine Führung herausgespielt werden. Leider konnte Groß-Umstadts Spitzenspieler im Laufe des Spiels aber nicht genügend gebremst werden und der eine oder andere Einläufer von außen wurde sträflich alleine gelassen, sodass nach einer 22:27-Niederlage Platz vier die leistungsgerechte Platzierung darstellte. Lehrer-Coach Uli Dietl zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft, die körperliche Überlegenheit der gegnerischen Mannschaften war einfach zu erdrückend, dennoch konnten sehenswerte Treffer im Pass- und Laufspiel erzielt werden und alle Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Die immer wieder sehr körperlose Spielweise der heimischen Jungs reicht aber auf Hessenniveau nicht mehr aus, wenn man um Titel mitspielen will.  

Die Mädchen der Jahrgänge 2003/2004 traten am gleichen Tag ebenfalls mit einer vergleichsweise jungen Mannschaft beim Hessenfinale an. Die körperliche Größe der anderen Mannschaften sorgte daher bereits bei der Begrüßung für große Aufregung. Das Los entschied darüber, dass im ersten Spiel (das in diesem Jahr direkt ein Halbfinale war) der spätere Turniersieger der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule aus Kassel wartete. In den ersten Minuten schienen die Licherinnen von der körperlichen Überlegenheit der Gegner stark beeindruckt. Im Positionsangriff konnte der Weg zum Tor somit nur schwer überwunden werden. Mit ihrem gewohnten Tempospiel sowie einer stark aufgestellten Rika Schneider im Tor, gelang es den Mädels allerdings sogar zeitweise in Führung zu gehen. Vor allem Leni Nathes erzielte über die linke Seite nun einige Treffer. Bis zuletzt lieferten sich beide Mannschaften einen ausgeglichenen Schlagabtausch, der zum Schluss aufgrund einiger technischer Fehler der Licherinnen sowie der individuellen Klasse auf Kasseler Seite das glücklichere Ende für die Mädchen der Herkulesstadt nahm. Diese knappe Niederlage (19:21) bedeutete nun aber, dass der Traum von der dritten Berlinreise in Folge bereits geplatzt war. Ein wenig niedergeschlagen starteten die jungen Damen daher in die Partie gegen das Franziskanergymnasium aus Großkrotzenburg. Spätestens zur Halbzeit war klar, dass alle teilnehmenden Mannschaften zu Recht im Hessenfinale standen. Der Ehrgeiz wurde im Laufe des Spiels immer größer, denn die Bronzemedaille lag in greifbarer Nähe. In diesem weiteren engen Duell fanden nun alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten und lösten dabei ihre Aufgabe gut. So gelang es, dass nahezu alle Mitgereisten zum Torerfolg kommen konnten. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend. Erst mit einem 7-Meter-Tor nach Ablauf der Zeit konnte über Sieg und Niederlage entschieden werden, diesmal mit dem positiven Ausgang für die Licherinnen (20:19). So gilt die Mannschaft der DBS in diesem Jahr hinter den Mannschaften aus Kassel sowie Groß-Umstadt als die drittbeste im Land Hessen, was wieder ein tolles Ergebnis ist.

 

Für die DBS spielten:

Luis Wehrum, Justus Freitag, Jan Bastel, Jonathan Will, Piet Spall, Pius Spall, Fynn Jung, Phil Schwing, Friedrich Kasperkowitz, Nick Tauber, Gretha Nau, Alesia Grieb, Rika Schneider, Selina Lotz, Helen Toews, Sophie Chlibow, Leni Nathes, Celine Thiel, Livia Gleim, Mara Sorge, Romy Theinl. Coaches: Janina Köhler, Ulli Will, Uli Dietl