aktuelle Information zum Unterrichts- und Infektiongeschehen …

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

hier die neuesten Informationen an Sie, zum aktuellen Stand (05.11.2020) in Bezug auf die Coronapandemie und der weiteren Vorgehensweise an der DBS hierzu.

(Weiter unten finden Sie eine Ergänzung vom 06.11.20)

Sie haben sicherlich bereits mitbekommen, dass es zu Änderungen und einer neuen Vorgehensweise „im Falle einer Positivtestung von Schülerinnen und Schülern unserer Schule„, die vorgestern vom Verwaltungsstab des Landkreises Gießen beschlossen wurde, gekommen ist. Und die es gilt, ab sofort umzusetzen. Hintergrund ist die Einführung der Maskenpflicht ab Klasse 5 und die Wiedereinführung der Abstandsregel von 1,50 m im Präsenzunterricht ab Klasse 7.

Wenn bisher ein Schüler oder eine Schülerin positiv getestet wurde und in Klasse oder Kurs keine Masken getragen wurden, wurde meist die ganze Klasse oder der ganze besuchte Kurs (bzw. mehrere Kurse oder der ganze Jahrgang) in Quarantäne geschickt. Wenn Maske getragen wurde, beschränkte sich die Quarantäne auf die Schülerinnen und Schüler, die direkt neben dem oder der Positiven gesessen hatten oder aber einen engeren Kontakt in anderer Form hatten. Die privaten Kontakte wurden ebenfalls überprüft, also z.B. Geschwister, Vereinssport, etc..

Folgende Änderungen wurden beschlossen und umgesetzt: 

  1. In den Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen (Maskenpflicht, regelmäßiges Lüften) kann nun davon ausgegangen werden, dass Masken getragen werden, sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von den Lehrerinnen und Lehrern. Deswegen werden nicht mehr die ganzen Klassen in Quarantäne geschickt werden. Hier werden sich die Maßnahmen im Wesentlichen auf Sitznachbarn und enge Kontakte beschränken.
  2. Ab Klasse 7 gelten nun Maskenpflicht, Abstandsgebot von 1,50m und das Gebot regelmäßig zu lüften. Wenn all das konsequent umgesetzt und eingehalten wird, werden außer der/dem betroffenen Schüler/in keine weiteren Personen in Quarantäne geschickt.

Die Beweggründe des Verwaltungsstabes für die Änderung im Wortlaut (aus dem Schreiben an die Schulleitungen):

„Das mag Ihnen auf den ersten Blick etwas verwunderlich vorkommen. Allerdings möchten wir Sie daran erinnern, dass wir in der Zeit des reinen Abstandsgebots in den Schulen praktisch gar keine Infektionen von SuS durch andere, positiv getestete in der Klasse hatten (und das ganz ohne Masken und lüften). Dieses Modell wird auch schon durch andere Schulträger gefahren und es ermöglicht, wesentlich mehr SuS einen regelmäßigen Unterricht zu besuchen als bisher. Außerdem wird das Team „Schule“ des Gesundheitsamtes dadurch entlastet und kann schneller wichtige Kontakte der SuS ermitteln. Weiterhin werden wir natürlich die privaten Kontakte nachverfolgen, so dass es dazu kommen kann, dass auch Geschwisterkinder oder Freunde, die Kontakt hatten, Anlass zu weiteren Maßnahmen sind“.

Bisher waren wir sehr froh darüber, dass bei den Kindern an unserer Schule kein positives Testergebnis nach einer Corona-Testung festgestellt wurde. Mit den grundsätzlich stark steigenden Infektionszahlen mussten auch wir an der DBS damit rechnen, dass ein Kind ein positives Testergebnis erhält. Ich möchte Sie darüber informieren, dass auch an unserer Schule zwei Kinder am gestrigen Tag ein positives Testergebnis erhalten haben. Die beiden Kinder befinden sich seit Dienstag in Quarantäne. Es betrifft jeweils eine(n) Schüler/in aus den Klassen H8a und G6c. Die restlichen Schüler/innen der Klasse wurden heute Vormittag zu Beginn des Unterrichts von mir informiert. Hier gehen wir jetzt, laut Vorgabe der Behörden (siehe oben) so vor, dass alle Mitschüler der Klasse H8a weiter zu Schule gehen können, da die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. In der Klasse G6c wurden die Schüler/innen heute nach Hause geschickt, die einen engen Kontakt zu der infizierten Schülerin hatten. Alle anderen Schüler/innen der Klasse können weiter den Unterricht besuchen. Sollten weitere Schüler/innen aus beiden Klassen Symptome aufweisen, die auf eine Coronainfektion hindeuten (dies war bisher nicht der Fall), bitte ich die Eltern uns sofort zu informieren! Diese Vorgehensweise, die sofortige Meldung bei Verdachtsfällen, gilt für alle Eltern der Schule!

Die Vorsichtsmaßnahmen, die wir aktuell bezüglich der Klassen G6a, F5a und F5b in Benehmen mit dem Gesundheitsamt und dem Schulamt getroffen haben, dass die Klassen bis Freitag zu Hause bleiben und ab Montag wieder zur Schule kommen dürfen, wurden deshalb beschlossen, weil in der letzten Woche noch die Übergangsfrist in Bezug auf „Empfehlung des Tragens von einer Maske“ galt. In diesen drei Klassen wurden Familienmitglieder von jeweils einem/r) Schüler/in positiv getestet. Diese Schüler zeigten aber bisher keine Symptome.

Gestern wurde gemeldet, dass der Kindergarten „Gleienberg“ in Lich auf Grund von Coronafällen ab sofort geschlossen sei. Der Schulleiter der EKS Herr Vesely informierte mich, dass er eine Mitteilung der Kindergartenleitung bekommen habe, dass alle Geschwisterkinder dieser Einrichtung (bis einschließlich 11 Jahre) bis auf Weiteres auch Betretungsverbot in den weiterführenden Schulen hätten. Ich habe bis Stand jetzt (16 Uhr) noch keine Information hierzu erhalten. Auch eine Nachfrage beim Schulamt war erfolglos, da auch dort ging keine Information einging. Wir haben daher, um die Gesundheit aller zu gewährleisten, beschlossen, dass alle Geschwisterkinder egal welchen Alters, erst einmal heute zuhause bleiben sollten. Ab morgen Freitag müssen aber die Geschwisterkinder, die 12 Jahre und älter sind, laut Verordnung, wieder zur Schule kommen. Alle Jüngeren bleiben zu Hause.

Heute wurde auch eine Lehrkraft der Licher Erich-Kästner-Grundschule positiv auf Corona getestet. Hier wurden die Kinder und Klassen, die direkten Kontakt mit der Lehrerin hatten nach Hause geschickt, ebenso die Geschwisterkinder an der EKS und deren Klassen. Für Geschwisterkinder an unserer Schule bedeutet das: Schüler/innen der DBS, bis einschließlich 11 Jahre, müssen zu Hause bleiben, wenn Schwester oder Bruder in einer Klasse waren, in der die Lehrerin unterrichtet hatte. Für Schüler/innen, die 12 Jahre alt sind und älter, trifft dies wiederum nicht zu. Sie müssen zur Schule kommen. Alle anderen Schüler/innen der DBS, die einen Bruder oder eine Schwester in der EKS haben und die keinen direkten Kontakt zur infizierten Lehrerin hatten, weil diese dort nicht unterrichtete, müssen ebenfalls zur Schule kommen. Kompliziert aber hoffentlich verständlich (ich habe die Maßnahmen nicht angeordnet, muss sie aber als Schulleiter umsetzen und dies ist schon schwierig genug)!

Symptome beachten:
Bitte achten Sie weiterhin sensibel auf Krankheitssymptome. Sollte/n Ihr Kind / Ihre Kinder Symptome zeigen, die auf eine Infektion hinweisen, müssen Sie Ihr Kind zuhause lassen. Insbesondere folgende Covid-19 typischen Symptome sollen hier nochmals genannt werden: Fieber, Trockener Husten, d. h. ohne Schleim und nicht durch eine chronische Erkrankung wie z. B. Asthma, Störung des Geruchs- oder Geschmacksinns (nicht als Begleiterscheinung eines Schnupfens). In solchen Fällen darf Ihr Kind die Schule nicht besuchen! Sie als „Eltern entscheiden je nach Befinden des Kindes, ob telefonisch Kontakt zur Hausärztin oder zum Hausarzt bzw. Kinder- und Jugendärztin oder -arzt aufgenommen werden soll. Die Testindikation stellt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.“

Wie tragen wir dazu bei, eine weitere Verbreitung des Covid-19-Virus zu reduzieren?
Die üblichen Regeln sind Ihnen alle bekannt. Mund – Nasen – Bedeckung tragen; Abstand halten; Hygiene-Maßnahmen einhalten; Lüften der Lernräume. Auf einen Punkt möchte ich nochmals besonders eingehen. Es gilt: Alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrerinnen und Lehrer tragen in der Schule ihre Mund-Nasen-Bedeckung! Nochmals möchte ich mich bei den Kindern der Schule dafür bedanken, dass sie diese so wichtige Regel umsetzen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, diese Regel zu beachten. Vielen Dank an Ihre Kinder!

Gleichzeitig beobachten wir eine Tendenz in der Gesellschaft, insbesondere diese Maßnahme als unsinnige, gar wirkungslose Maßnahme zu kritisieren. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen ein anderes Ergebnis: Die Mund-Nasen-Bedeckungen tragen dazu bei, die Übertragung von Aerosolen zu mindern und somit auch eine Ausbreitung des Covid-19-Virus zu reduzieren. Ich kann es immer nur wiederholen. Als Schule tragen wir Verantwortung für alle Kinder der Schule. Wir halten das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für nötig und wichtig. Die Verordnungen und Verfügungen werden wir weiterhin umsetzen. Die bisherigen Ausnahmen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gelten weiterhin für Kinder, denen z.B. „aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht möglich oder unzumutbar“ ist.

Eine abschließende Bitte an Sie habe ich noch: Es wurde uns mitgeteilt, dass teilweise in den Kommunikationsmedien verschiedener Klassen (Eltern-WhatsApp-Gruppen und Ähnliches) sehr negativ über Familien geschrieben wurde, in denen sich Familienmitglieder infiziert haben. Das geht gar nicht! Die Erfahrungen in den letzten Wochen und Monaten haben uns gezeigt, dass es jeden treffen kann! Ich denke, wir alle möchten, dass wir, unsere Familien und unsere Freunde gesund bleiben. Es ist nicht dienlich, Schuldige auszudeuten und verantwortlich dafür zu machen, dass „mein Kind“ deshalb nicht die Schule besuchen kann.

Wir sind zuversichtlich darüber, trotz der aktuell misslichen Situation, dass wir die kommenden Wochen gut bewältigen werden. Für uns alle ist die Organisation und die Umsetzung von Lernen in dieser Zeit mit einem hohen zusätzlichen Aufwand verbunden. Sollte nicht alles sofort gut funktionieren, bitte ich zum einen um Ihr Verständnis und zum anderen darum, sich mit uns, der Schulleitung, oder mit den Lehrkräften unserer Schule in Verbindung zu setzen.

 

Bleiben Sie und Ihre Familien gesund😊

Mit freundLICHen Grüßen

Peter Blasini  (Schulleiter der DBS)

Mit Stand vom 06.11.2020 wird die Schulinformation ergänzt:

Für die Schülerinnen und Schüler unter 12 Jahre, die Geschwister in der Kindertagesstätte Gleienberg in Lich haben, wurde vom Gesundheitsamt ein Betretungsverbot an unserer Schule bis einschließlich Freitag, den 13.11.2020 ausgesprochen. Ab Montag, dem 16.11.2020 dürfen sie wieder die Schule besuchen. 

Die Schülerinnen und Schüler unter 12 Jahre, die Geschwisterkinder an der Erich-Kästner-Grundschule in Lich haben, dürfen fast alle ab Montag, den 09.11.2020 wieder unsere Schule besuchen. Die betroffene infizierte Kollegin hatte alle Hygieneregeln (Maske, Abstand) in den meisten Klassen einhalten können. Daher sieht das Gesundheitsamt für diese keine Gefahr einer weiteren Infektion. Ausgenommen sind die 35 Kinder und deren Geschwister unter 12 Jahren, die näheren Kontakt zu der infizierten Lehrkraft hatten. Diese haben bis einschließlich Mittwoch, den 11.11.2020 Betretungsverbot von öffentlichen Einrichtungen. Sie dürfen ab Donnerstag, den 12.11.2020 wieder die Schule besuchen. Die betroffenen Familien wurden bereits von der Grundschule informiert. Für alle Geschwisterkinder ab 12 Jahre und älter, gelten diese Aussagen nicht, da sie nicht von der Regelung betroffen sind und daher zur Schule kommen müssen.

Mit freundLICHen Grüßen

Peter Blasini
(Direktor)