Wieder hohe Anmeldezahlen für die kommende Jahrgangsstufe 5 …

Aufnahmekapazitäten bei 140 Neuanmeldungen erschöpft. Raumnot an der Schule verschärft sich.

„Mehr als erfreut sind wir über die gute Resonanz und die wiederholt hohen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr, jedoch bedauern wir sehr, dass aufgrund der Vorgabe des Schulträgers Landkreis Gießen, zum Bilden von nur 5 Eingangsklassen, wiederrum Schülerinnen und Schüler abgelehnt werden müssen. Seit Jahren besteht eine immense Raumnot in Form fehlender Klassenräume, für welche bis dato keine Abhilfe geschaffen wurde“, so der Schulleiter Peter Blasini.

Laut Aussage der Schuldezernentin Frau Dr. Schmahl in diversen Pressemitteilungen seien diese hohen Anmeldezahlen in Form von Eigenwerbung selbstverschuldet. Seit vielen Jahren tritt die DBS, wie auch alle anderen weiterführenden Schulen, ab November in Form von einem „Tag der offenen Tür“, als auch mit einer Informationsveranstaltung Übergang 4 nach 5 sowie mit Verteilen von Flyern an die Eltern der umliegenden Grundschulen heran.

„Müssen wir uns hierfür und für unsere gute pädagogische Arbeit vor Ort, die durch die hohen Anmeldezahlen honoriert wird, rechtfertigen? Wir als Schule tragen also Schuld daran, dass möglichst vielen Kindern aus Lich und Umgebung die Möglichkeit geboten wird, eine wohnortnahe Kooperative Gesamtschule zu besuchen!“, so der Personalratsvorsitzende der Schule Thiemo Urban.

Schülerinnen und Schüler der Licher Grundschulen haben erste Priorität aufgenommen zu werden. Seit Jahren aber gehören auch Kinder aus den Grundschulen Steinbach, Garbenteich und Holzheim zur Licher Schulgemeinde. „Die stets gleiche Aussage von Frau Dr. Schmahl zu den Raumkapazitäten der DBS, dass Sie die Gewähr dafür gäbe, dass alle Schüler aus den Licher Grundschulen einen Platz an der DBS bekommen, ist seit langem nicht mehr haltbar“, so der Stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Schule Alexander Schlamp.

Aktuell besuchen ca. 250 Schülerinnen und Schüler aus Pohlheim und Fernwald die DBS. Der Grundgedanke vor ca. 10 Jahren war der, dass die Kinder aus den oben genannten Grundschulen möglichst nicht an Gießener Schulen wechseln sollten (Stichwort: Gastschulbeiträge). Daher richtete der Landkreis einen Schulbus für diese Gemeinden ein, der die DBS seitdem bedient. Die Alternative für die Kinder und deren Eltern sollte eine Auswahlmöglichkeit zwischen einer „kooperativen“ oder einer „integrierten“ Gesamtschule sein (DBS und ARS Pohlheim bzw. DBS und IGS Busecker Tal als die nächst gelegenen Gesamtschulen).

„Breits vor 10 Jahren wiesen wir den Landkreis auf die fehlenden Raumkapazitäten hin (23 Klassenräume standen der DBS zur Verfügung), der durch die Aufgabe des zweiten Standortes Jahnstraße entstand. Im Jahr 2015 wurde ein „Mobilschoolgebäude“ mit 8 Klassenräumen errichtet. Auch damals monierten wir bereits, dass dies in der Zukunft für den Bedarf an Klassenräumen nicht ausreichen würde. Auch der Vorschlag der Schule vor 3 Jahren, eine nicht mehr benötigte Flüchtlingsunterkunft zu nutzen um die Raumnot zu lindern, wurde mit der Begründung der viel zu hohen Kosten negativ beschieden. Mittlerweile wurden über 10 dieser Unterkünfte für Schulen umgebaut und als Klassenräume oder als Räume für die Ganztagsbetreuung genutzt!“, so der Schulleiter Peter Blasini.

Aktuell verfügt die DBS über 32 Klassenräume sowie drei Differenzierungsräume (28 qm) bei 35 bestehenden Klassen! Die Raumnot wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen, da weiterhin Schülerinnen und Schüler aus Fernwälder und Pohlheimer Grundschulen sowie ein hoher prozentualer Anteil von Kindern der Licher Grundschulen an die DBS wechseln wird. Auch hier entsprechen die Aussagen der Schuldezernentin, in Bezug auf die Übergangsquoten, dass der Schulleiter der DBS mit falschen Zahlen operiere, nicht den Tatsachen. Korrekt ist, dass In den letzten drei Jahren im Schnitt ca. 80% der Schülerinnen und Schüler aus der EKS sowie ca. 75% der Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule Langsdorf an die DBS wechselten.

„Wir können nur hoffen, dass sich die Politik der bestehenden Raumproblematik endlich annimmt und zum Wohle der Schülerinnen und Schüler Abhilfe schafft“, so der Stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Alexander Schlamp abschließend.

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