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Vom „Jungen-von-nebenan“ zum Neo-Nazi - Philip Schlaffer zu Besuch an der DBS

Einen beeindruckenden Vortrag durften die Neuntklässler:innen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule zu Beginn des Schuljahres erleben. Der Anti-Gewalt- und Deradikalisierungstrainer Philip Schlaffer berichtete auf Einladung der der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit von seiner Vergangenheit als Neo-Nazi und Chef einer Rockerbande.

Denn dazu wurde er nicht geboren. Er wuchs in einer normalen Lübecker Familie auf und spielte Fußball, doch dann änderte sich sein Leben erheblich, als er mit seiner Familie zuerst nach England auswanderte, dann aber genauso ungefragt wieder in sein altes Leben zurückgeworfen wurde.

Schlaffer bezog die Schüler:innen in seinen Vortrag ein, ließ sie nachempfinden, wie seine Gefühllage als Jugendlicher war, der Anerkennung suchte, sich dann in der rechten Szene über die Musik radikalisierte und in Mecklenburg-Vorpommern selbst zu einer Größe im Rocker- und Drogenmilieu wurde. Der 44Jährige berichtete schonungslos von seiner menschenverachtenden Ideologie und seinen Gewalttaten. Sein Leben war zunehmend von Wut und Hass geprägt, bis er schließlich im Gefängnis anfing, seine Vergangenheit aufzuarbeiten und aus der rechten Szene ausstieg. Dieser Wandel war besonders eindrucksvoll für die jungen Zuhörer:innen.

Schlaffer überzeugte die Schüler:innen durch sein authentisches Auftreten, das er nun bundesweit nutzt um präventiv Aufklärung gegen Diskriminierung, Rassismus und Extremismus zu machen.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist seit einigen Jahren im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aktiv und gestaltet dazu Projekttage, die Teilnahme am bundesweiten „Anne-Frank-Tag“, Sozialpraktika, Experten-Gespräche und demnächst auch einen Elternabend zum Thema Rechtsextremismus.

 

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