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Feierliche Verabschiedung von Schulleiter Peter Blasini

Nach mehr als drei Jahrzehnten im Schuldienst verlässt Schulleiter Peter Blasini die Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich und geht in den wohlverdienten Ruhestand. In der letzten Woche vor den Sommerferien wurde sein Abschied nun gebührend in der Pausenhalle mit Freunden, Weggefährten, Kollegen und Familie gefeiert. Neben zahlreichen wertschätzenden Redebeiträgen wurde das Programm durch abwechslungsreiche musikalische Beiträge abgerundet.

Obwohl er sich eigentlich an diesem Tag bis zum Zeitpunkt der Feier von der Schule fernhalten sollte, war Blasini um Viertel vor fünf zum ersten Mal in der Schule, um „die Pausenhalle bei diesen hochsommerlichen Temperaturen schonmal durchzulüften“. Dieser Wesenszug versinnbildlicht, wofür der scheidende Schulleiter steht.
Die stellvertretende Schulleiterin Carina Zimmermann würdigte Peter Blasini als Persönlichkeit, die nah am Menschen ist, sich nicht hinter seinem Schreibtisch versteckt und immer das Beste für seine Schule und die Menschen erreichen will. Dr. Arne Hogrefe vom staatlichen Schulamt schlug in die gleiche Kerbe, ehe er die Entlassungsurkunde überreichte: „Eine Ära geht zu Ende. Sie lebten diese Schule und wie es sich für wichtige Persönlichkeiten gehört, ist heute Kaiserwetter.“ Außerdem skizzierte er Blasinis beruflichen Werdegang vom Schüler an der DBS über das Abitur an der Gesamtschule Hungen, das Studium an der JLU in Gießen, das Referendariat an der ARS in Pohlheim, eine Anstellung im Gefängnis bis zum Lehrer und schließlich Schulleiter an der DBS.

Die Licher Turmspatzen sangen mit Unterstützung der jüngsten Familienmitglieder der Familie Blasini sein legendäres „Sternenfängerlied“, dass bei über dreißig Einschulungsfeiern von ihm persönlich gesungen wurde und Ronald Scott sang begleitet von Dominic Tamme am Klavier wunderbar „Halleluja“ von Leonard Cohen.

Der erste Kreisbeigeordnete Lipp lobte Blasini für seinen Einsatz für die Schule und bescheinigte ihm, mit Beharrlichkeit, Überzeugung und Hartnäckigkeit für seine Schule zu brennen. Cosima Schlinkheider beschrieb für die Schulleitung das Aufgabenprofil eines modernen Schulleiters: „Dirigent muss man sein, gleichzeitig Feuerwehrmann, Diplomat und Zauberer ohne Umhang.“ All dem sei er in den letzten Jahrzehnten gerecht geworden. In weiteren Redebeiträgen bedankten sich Stephanie Kunisch für den Schulverbund der Grundschulen für die gute Zusammenarbeit, ebenso wie der langjährige Vorsitzende des Elternbeirates der Schule und der ehemalige stellvertretende Schulleiter Wolf-Dieter Lischke.

Danke sagte auch das Kollegium mit einer Schubkarre und Zubehör, damit er sich diese Werkzeuge nicht immer bei den Nachbarn ausleihen muss, der Fachbereich Sport mit einem aktuellen Nationalmannschaftstrikot mit seinem Namen bedruckt, der Fachbereich Musik mit einer Uhr in Gestalt einer Schallplatte und der Fachbereich Kunst mit einer von Schülern gemalten Postkartensammlung, die ihn in den kommenden Wochen von allen möglichen Reisezielen aus geschickt werden sollen.

Sichtlich berührt trat Blasini ein letztes Mal an das schulische Rednerpult. Ihm sei als Schüler schon klar gewesen, dass er mal Lehrer werde wolle. „Ich habe das große Glück gehabt, meine beiden größten Hobbys mit Musik und Sport zu meinem Beruf zu machen“, dabei  musste er auch gesundheitliche Rückschläge verkraften. Motivation hat er aus einem inneren Antrieb heraus gefunden. „Das Wichtigste für mich waren immer die Schülerinnen und Schüler“. Mit Stolz du Demut bedankte und verabschiedete er sich von seiner Schule. „Es war mir eine Ehre“. Bei stehenden Ovationen wurde er von seiner Familie von der Bühne geholt und das gemeinsame abschließende Schlusslied „Über den Wolken“ mit umgedichteten Zeilen auf sein Wirken und Schaffen rundeten eine gelungene Feier ab, die bei kühlen Getränken und Snacks ihren Ausklang fand.

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